Sobald der PC nicht startet ist das mehr als ärgerlich. Spätestens dann, wenn der Rechner vermehrt einen Bluescreen zeigt, ist die Panik groß. Die meisten Computernutzer dürfen diese oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben, dass sich der PC einfach nicht starten lässt. Die Auslöser hierfür können vielfältig sein. Sei es ein verstaubter Prozessorlüfter, ein beschädigter Arbeitsspeicher oder ein Kabel, das sich gelöst hat, die Auslöser damit der Computer nicht funktioniert können vielfältig sein.

Achtung: Stürzt der Rechner ständig ab oder lässt sich überhaupt nicht mehr hochfahren gibt es verschiedene Ursachen. Es nutzt in so einem Fall nichts, wenn Sie in Panik verfallen. Gehen Sie überlegt vor.

Wichtig, spätestens jetzt, wenn der Computer „Zicken“ macht, wird es Zeit, die Daten zu sichern.

Nachfolgend eine Auflösung der bekanntesten Computerprobleme, die einen Rechner zum Abstürzen bringen können.

Der Computer kann nicht hochgefahren werden

Ist der Computer tot und lässt sich nicht hochfahren, sollten Sie prüfen, ob die Dioden noch aktiv sind. Wenn nicht, können das Netzteil oder der Einschalter defekt sein. Es gibt aber auch eine Reihe anderer Gründe, die dafür der Grund sein können, warum sich der Rechner nicht hochfahren lässt.

  • Prüfen Sie die Stromversorgung: Ist das Stromkabel des Computers mit der Steckdose verbunden. Ist der Einschaltknopf an der Rückseite des Rechners eingeschaltet? Ist der Strom in Ihren Räumen aktiv?
  • Überzeugen Sie sich davon, dass der Reset- und der Einschaltknopf richtig angeschlossen sind. Ziehen Sie den Resetstecker ab und testen Sie, ob sich der Computer starten lässt. Wenn ja, ist das Problem erledigt.
  • Wie ist der Zustand der Kabelverbindungen? Sind Sie intakt oder etwas verschmort? Wie sehen die Kondensatoren aus. Sind Sie aufgebläht?

So überprüfen Sie das Netzteil Ihres Rechners

Machen das Motherboard und die Steckverbindungen einen intakten Eindruck, bleibt nur noch das Netzteil als wahrscheinlicher Grund, warum der Rechner nicht startet. Dass das Netzteil einen Schaden erleidet ist gar nicht so selten. Meist ist ein verstaubter Gehäuselüfter die Ursache dafür, dass es zu einem thermischen Schaden am Netzteil kam.

Achtung, um sicher sein zu können, ob das Netzteil tatsächlich defekt ist, hilft nur ein Austausch. Der Austausch des Netzteils ist keine große Sache. Es müssen nur 4 Schrauben gelöst werden und alle Kabel vom Mainboard und den anderen Hardwarekomponenten abgezogen werden. Für den Kauf eines neuen Netzteils nehmen Sie am besten Ihr altes mit in den Laden. Natürlich können Sie sich auch den Aufkleber auf dem Netzteil ansehen, um zu erfahren, welche Leistung das neue Netzteil haben muss.

So bauen Sie ein neues Netzteil ein

Der Einbau eines neuen Netzteils ist keine große Sache, setzen Sie das neue ein und ziehen Sie einfach vier Schrauben fest. Nun werden die Kabel an das Mainboard und die anderen Komponenten, wie auf der Mainboard Abbildung im Gehäuse vorgegeben, angeschlossen. Ist nichts vorhanden, googlen Sie einfach im Web nach dem Betriebshandbuch Ihres Mainboards. Dort ist genau beschrieben, wie alles angeschlossen werden muss.

Wissenswert: Haben Sie einen älteren Rechner ist es schwer, ein passendes Netzteil zu bekommen. In der Regel ist es aber kein Problem einen 24-poligen Stecker an einem 20-poligen Anschluss anzuschließen. Diese sind speziell hierfür konzipiert.

Der Rechner fährt hoch, gibt aber laute Pieptöne von sich

Der Computer startet und unterbricht den Bootvorgang mit lauten Piepstönen? Der Verursacher ist das BIOS, das beim Check der einzelnen Komponenten ein Problem erkannt hat und deswegen Alarm schlägt. Der Takt der Piepstöne gibt Aufschluss darüber, welches Problem mit hoher Wahrscheinlichkeit vorliegt.

Tipp: Lassen die Warntöne den Schluss zu, dass das BIOS das Problem ist, setzen Sie diese einfach auf seine ursprüngliche Einstellung zurück.

Achtung, sollten Sie keinen Zugriff aufs Bios haben, weil dieses zum Beispiel mit einem Passwort geschützt ist, ist das kein Problem. Dieses Hindernis lässt sich aus dem Weg räumen. Trennen Sie Ihren Rechner vom Stromnetz und öffnen Sie das Gehäuse. Um das BIOS-Passwort zu löschen, wird die Knopfbatterie aus dem Mainboard kurzzeitig entfernt und wieder eingesetzt. Danach Gehäuse schließen und den Computer ganz normal hochfahren.

Macht der Computer beim Starten Probleme, kann auch eine leere CMOS-Batterie der Grund dafür sein. Ersetzen sie die Batterie durch eine neue und versuchen Sie noch einmal den Desktop zu starten.

Tipp: Die alte CMOS-Batterie kann mit einem flachen Schraubenzieher einfacher herausgelöst werden.

Heißer Prozessor: So lösen Sie das Problem

Lassen die Piepstöne beim Starten des Computers darauf schließen, dass der Desktop ein Problem mit einem zu heißen Prozessor hat, bedeutet das nicht, dass dieser sofort ausgetauscht werden muss.

Öffnen Sie das Gehäuse Ihres Desktops, um den Zustand des Prozessorlüfters zu prüfen. Ist der CPU-Lüfter stark verstaubt, sollten Sie diesen mithilfe eines Staubsaugers reinigen. Gehen Sie dabei vorsichtig vor, um nichts zu beschädigen.

Starten Sie den Computer mit offenem Gehäuse, um zu sehen, ob der CPU-Lüfter intakt ist. Ist er sehr laut oder zeigt keine Funktion, Rechner sofort ausschalten, damit der Prozessor keinen Schaden nimmt. Der Wechsel des Prozessorlüfters ist keine große Sache. Rechner vom Strom nehmen, Gehäuse öffnen, die Stromversorgung des Lüfters trennen und die zwei Schnappverschlüsse des Lüfters aushängen. Den Lüfter vorsichtig herausnehmen und den neuen einsetzen. Dieser muss erst richtig einrasten, bevor Sie den Lüfter an die Stromversorgung des Mainboards anschließen.

Achtung, war der Prozessor zu lange u hohen Temperaturen ausgesetzt, werden Sie nicht darum herum kommen, auch diesen auszutauschen. Werfen Sie hierfür einen Blick in das Handbuch des Mainboards. Hier können Sie nachlesen, welche Prozessoren mit dem vorhandenen Mainboard verbaut werden können. Natürlich können Sie uns Ihren defekten Computer auch bei unserem Computer Reparaturservice in Hannover vorbeibringen und wir übernehmen den Austausch des Prozessors oder des Mainboards.

Die Pieptöne des BIOS und die angezeigten Fehler

  • 1 kurzer Piepton = kein Fehler, die Kontrollen waren fehlerfrei
  • 2 kurze Pieptöne = kleine Fehler, wie z. B. ein Keyboard Error. Hier müssen Sie einfach F1 drücken und der Bootvorgang geht ganz normal weiter.
  • Kurze Pieptöne, die sich wiederholen = Es gibt wahrscheinlich Probleme mit der Stromversorgung. Überprüfen Sie den Stromanschluss des Netzteils am Mainboard.
  • Lange und kurze Pieptöne im Wechsel = Die Spannung des Prozessors ist fehlerhaft. Kontrollieren Sie die Stromversorgung des Mainboards.
  • 1 langer Piepton = Probleme mit dem Arbeitsspeicher. Prüfen Sie die Taktfrequenz des Arbeitsspeichers. Sitzen die Speicherriegel richtig in den Sockeln?
  • 3 lange Pieptöne = Die Tastatur macht Ärger. Tauschen Sie diese aus. Hilft das nicht, wechseln Sie das Mainboard aus.
  • 4 lange Pieptöne = Der Prozessorlüfter macht Ärger. Überprüfen Sie dessen Funktion.
  • Ist ein langer Piepton für die Dauer von etwa zehn Sekunden zu hören, können sie davon ausgehen, dass der Prozessor kurz vor einer Überhitzung steht. Überprüfen Sie sofort die Funktion des Kühlers.
  • Weitere Informationen mit welchen Tönen welche Fehler angezeigt werden, können Sie im Handbuch Ihres Mainboards nachlesen.

Der Computer fährt hoch, es kommt aber zu Fehlermeldungen?

Der Desktop findet das Boot-Laufwerk nicht?

  • Prüfen Sie, ob die Bootreihenfolge im Bios stimmt
  • Ist das Boot-Laufwerk mit der Stromversorgung und/oder dem SATA-Kabel verbunden?
  • Ist das Boot-Laufwerk in Ordnung?

Der Computer fährt hoch, es wird aber kein Bild auf dem Monitor angezeigt?

  • Prüfen Sie, ob das Stromkabel des Monitors angeschlossen ist.
  • Ist der Monitor angeschaltet?
  • Ist der Monitor korrekt mit dem Computer verbunden?
  • Stellt sich heraus, dass der DVI- oder HDMI-Port Ihrer Grafikkarte defekt sind, können sie versuchen, ob der VGA-Anschluss funktioniert. Wenn nicht, ist ein Austausch der Grafikkarte fällig.

So tauschen Sie die Grafikkarte aus

Nehmen Sie Ihren Desktop vom Stromnetz und öffnen Sie das Gehäuse. Lösen Sie die Schraube der alten Grafikkarte und entfernen Sie diese vorsichtig. Setzen Sie die neue Grafikkarte ein und schrauben Sie diese fest. Braucht die Grafikkarte eine zusätzliche Stromversorgung, stecken Sie das Kabel an. Schließen Sie das Computergehäuse und fahren Sie den Rechner hoch. Nun werden die nötigen Treiber installiert.