Ob SSD oder klassische HDD, erfahren Sie in unserem Artikel, was Sie tun können, um die Lebensdauer Ihrer Festplatte zu verlängern bzw. wann es Zeit wird, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass Daten verloren gehen.

Tipp: Unabhängig, ob neue oder alte Festplatte, eine regelmäßige Sicherung aller Daten ist eine unumgängliche Maßnahme, um einen Datenverlust auszuschließen.

1.      Beginnen Sie mit der Analyse Ihrer Festplatte

Um genauer zu erfahren, wie es um den tatsächlichen Zustand Ihrer Festplatte bestellt ist, gibt es viele kostenlose Programme ( z. B. HDD Health). Erreicht Ihre Festplatte den vollen Wert von 100 ist alles in Ordnung. Je geringer der Wert, desto höher das Risiko eines Festplatten-Crash.

Wissenswert: Derartige Programme prüfen nicht nur den Zustand der Festplatte, sondern geben auch Alarm, sollte sich daran etwas verändern.

2.      Testen Sie Ihre Festplatte

Mit Software, wie z. B. Speedfan, können Sie alle Daten Ihres Computers überwachen. Dazu gehören Daten, wie die Lüftergeschwindigkeit, die Temperatur oder gar die Spannung. Mithilfe des Tools HD-Tune haben Sie die Möglichkeit zu prüfen, wie es um die einzelnen Sektoren Ihrer HDD bestellt ist. Bei diesem Tool werden intakte Sektoren der HDD in Grün dargestellt. Beschädigte Sektoren dagegen in Rot.

3.      So können Sie defekte Festplattensektoren retten

Hat ein Test ergeben, dass defekte Sektoren auf Ihrer Festplatte vorhanden sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten diese zu retten. So können Sie zum Beispiel die Freeware „Check Drive“ installieren. Mithilfe dieses Tools können Sie nicht nur Laufwerke überprüfen, sondern auch reparieren.

Tipp: Pflegen Sie Ihre Festplatte und defragmentieren Sie Ihre HDD regelmäßig. Das ist allerdings nur bei klassischen HDD möglich. Moderne SSDs haben keinen Schreib- und Lesekopf, warum Defragmentieren nur sehr wenig Sinn macht.

4.      Ihre Festplatte macht Geräusche und jetzt?

Sobald Ihre Festplatte unbekannte Geräusche macht, sollten Sie sofort eine aktuelle Sicherung all ihrer wichtigen Daten ziehen. Nicht immer müssen komische Geräusche der HDD ein Anzeichen dafür sein, dass die Festplatte crasht. Manchmal haben die Schreib- und Leseköpfe im Leerlauf auch nur eine falsche Position, warum die Platte auch Geräusche von sich gibt.

5.      Die Lebensdauer von SSD und HDDS

Eine klassische HDD funktioniert in etwa 10.000 Start-Stop-Zyklen bzw. 9000 Stunden Laufzeit. Die Lebensdauer einer SSD liegt deutlich darüber.

6.      Gehäuselüfter reinigen

Computer und Laptops sind extreme Staubmagneten. Steht das Gerät schon eine gewisse Zeit, ist es unerlässlich, dass Sie es in regelmäßigen Abständen reinigen. Verstopfen nämlich die Gehäuselüfter werden Sie in Ihrer Funktion eingeschränkt und können nicht mehr die volle Leistung erbringen. Mit den steigenden Temperaturen wird auch die Funktion der Festplatte in Mitleidenschaft gezogen. Ähnliches gilt bei Kälte, denn gerade die älteren Festplatten mögen weder extreme Wärme noch Kälte.

7.      Mechanische Belastung

Um Schäden an der Festplatte zu vermeiden, sollten Sie beim Transport darauf achten, starke Erschütterungen zu vermeiden.

Wissenswert: Gerade im privaten und gewerblichen Bereich gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Datensicherung. Ob hierfür externe Speichermedien verwendet werden sollen oder nicht, ist eine Frage der Organisation. Damit die Datensicherung im Ernstfall wirklich zur Hand ist, sollte man neben externen Speichermedien alle Daten auch online sichern. Werden die Daten online gespeichert, kann man sicher sein, dass diese immer und überall greifbar sind. Eine Cloud kann nun mal nicht verloren gehen, ein USB-Stick  oder eine gebrannte CD dagegen schon.