Aktuell steht die anstehende Frequenzauktion Anfang 2019 auf wackeligen Füßen, zumindest laut der Meinung der Bundesnetzagentur. Die Ursache sieht die Bundesnetzagentur darin, dass die Bundesregierung das Telekommunikationsgesetz bezüglich des lokalen Roamings ändern möchte. Die geplanten Änderungen seitens der Regierung würden für eine erhebliche Rechtsunsicherheit sorgen, was das Auktionsverfahren Anfang des folgenden Jahres in Gefahr bringt.

Welche Folgen würden die Änderungen bezüglich des lokalen Roamings für Provider und Nutzer mit sich bringen?

Die deutsche Regierung plant das Telekommunikationsgesetz so zu ändern, dass der Verbraucher beim lokalen Roaming im Falle eines Funklochs automatisch und kostenlos mit einem anderen Netz verbunden werden soll. Für den Verbraucher mag das vorteilhaft klingen, für die Netzbetreiber kann es dagegen äußerst schwierig werden. Man kann dieses Gesetz sogar als betriebswirtschaftlichen Bremsklotz bezeichnen und das für beide Seiten. So müssen sie ihre Konkurrenten Zugang zu Ihren Antennen erlauben, was den Gewinn der teuren Investition in die modernen Funkmasten spürbar schmälert.

Des Weiteren wären die  neuen technischen Vorgaben nur schwer und sehr aufwendig umzusetzen. Das würde wiederum extrem hohe Kosten nach sich ziehen, was die Frage aufwirft, ob schon alleine nur durch die rechtlichen Unsicherheiten die Netzbetreiber wirklich gewillt sein werden, das Netzwerk weiterauszubauen. Funklöcher werden also mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter bestehen, vor allem im ländlichen Raum.

Fazit: Obwohl die Gesetzesänderung eigentlich zum Vorteil der Verbraucher gedacht ist und den Netzausbau weiter beschleunigen soll, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit das Gegenteil bewirken. Es ist in dem Fall, dass das Gesetz durchkommt davon auszugehen, dass sich die Netzabdeckung noch weiter verschlechtern wird. Lassen wir uns überraschen, ob sich  unsere Vermutung bestätigen wird.